Veröffentlicht auf April 24, 2015
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Während einer Recherche über verschiedene Managementmethoden in der Welt, haben wir eher zufällig einige recht interessante Fakten darüber gefunden, was die Leute am Arbeitsplatz motiviert. Wir präsentieren hier unten einige, zusammen mit unseren aufschlussreichen Überlegungen:

1. Eine Aufgabe scheint leichter zu sein, wenn Hilfe versprochen wird

Leute, die aufgefordert wurden, das Gewicht einer Kiste mit Kartoffeln einzuschätzen, haben es um 10% leichter eingeschätzt, wenn ihnen Hilfe beim Anheben angeboten wurde. Das beobachtete ein Team unter der Leitung von Adam Doerrfeld von Rutgers University. Als den Teilnehmern gesagt wurde, sie sollten die Kiste allein heben, haben sie das Gewicht korrekt eingeschätzt, im Durchschnitt 10.5 lbs. – Als ihnen aber angekündigt wurde, dass sie beim Heben Hilfe bekommen würden, haben sie das Gewicht im Durchschnitt bei 9.4 lbs. eingeschätzt. Unsere Wahrnehmungen sind nicht von dem geprägt, was wir allein machen können, sondern auch von dem, was wir glauben mit der Hilfe anderer machen zu können, so die Forscher.Eine sehr interessante Erkenntnis, die für die Teamarbeit spricht. Aber damit sie wirkungsvoll bleibt, darf diese Methode nur sparsam angewendet werden: wenn man einmal Hilfe angeboten hat, muss man auch in der Lage sein, die versprochene Hilfe zu leisten. Ansonsten, haben Sie schon von dem Hirtenjungen und dem Wolf gehört?

2. Telearbeiter sind bei kreativen Aufgaben viel produktiver

Ein Experiment über Heimarbeit, das mit Universitätsstudenten durchgeführt wurde, zeigt, dass sich bei der Fernarbeit die Produktivität um 6% bis 10% verringert, wenn die Aufgabe darin besteht, beliebig generierte Buchstaben zu tippen, und erhöht sich um 11% bis 20%, wenn die Aufgabe ist, sich verschiedene ungewöhnlichen Verwendungen für eine Konservenbüchse auszudenken, sagt E. Glenn Dutcher von der Universität Innsbruck, Österreich. Also wenn die Aufgabe eintönig ist, sollten die Arbeitgeber sichergehen, dass sie im Büro erledigt wird, wenn es aber um kreative Arbeit geht, sollten die Arbeitgeber ihre Angestellten diese Arbeit am besten in Fernarbeit erledigen lassen, sagt Dutcher.

Heimarbeit kommt weltweit immer mehr in Trend, und es überrascht nicht, dass die meisten Unternehmen, die sie erfolgreich einsetzen, in der Hightech-Industrie tätig sind. Sie beschäftigen üblicherweise hochkreative Leute, die innovative Ideen und bestmögliche Lösungen für ihre Kunden liefern sollen. Und, ja, wir sind ein ganz schön cooles IT-Unternehmen. Und wir haben super kreative Leute (die eigentlich lieber ins Büro kommen möchten, denn sie fühlen sich hier wie zu Hause....oder nah genug daran, Sie wissen, was ich meine.) Auf alle Fälle, wollen sie nachmittags nicht mehr nach Hause, ich bin mir nicht sicher warum. Liegt es an der Pizza?

3. Ein Blick auf Grün macht Leute kreativer

Teilnehmer an einer Forschung, die zwei Sekunden lang auf ein grünes Dreieck blicken dürften, bevor sie die ihnen aufgestellte Aufgabe erledigt haben - die darin bestand, sich verschiedene Verwendungen für eine Konservendose auszudenken – haben diese um 20% besser erledigt, als diejenige Teilnehmer, die vor der Aufgabe, auf ein weißes Dreieck blicken dürften, sagt die Teamleiterin Stephanie Lichtenfeld von der Universität München. Es ist unklar, warum Grün im Gegensatz zu Rot, Blau oder Grau, die kreativität fördert, jedoch weisen viele Forscher darauf hin, dass Grün in vielen Kulturen stark mit Wachstum in Zusammenhang gebracht wird.

Zurück zu der Konservenbüchse… OK, wir versichern Ihnen, dass unser Geschäft NICHT darin besteht, Ideen für die Neuverwendung von Konservenbüchsen auszuarbeiten. Wir sind aber tatsächlich ein grünes Unternehmen, indem wir die Leute ermuntern, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen, und Konservendosen oder Verpackungen aller Art recyceln. Und übrigens, die Wände in einigen unserer Büros sind in einer leichten grünen Note gestrichen und wenn das manchen unserer pingeligen Kollegen nicht genügen sollte, können sie zum Fenster hinausschauen, ins Grüne (meistens Unkraut und Gebüsch). Aber ich schweife ab...

4. Nicht die Arbeit hält die Leute davon ab, zu interagieren

Würden die Leute mehr interagieren, wenn sie nicht so viele Stunden arbeiten müssten? Anscheinend nicht, deutete Henry Saffer von dem US National Bureau of Economic Research und Karine Lamiraud von der ESSEC Business School in Frankreich an. Nachdem Frankreich die Wochenarbeitszeit von 39 auf 35 Stunden reduzierte 1998, verbrachten die Arbeiter mehr Zeit beim Lesen, Musik hören, Sport machen, mit ihren Kindern zusammen, beim Putzen, Shoppen, Waschen, Kochen und Entspannen – aber sie verbrachten nicht mehr Zeit mit sozialer Interaktion, fanden Forscher heraus.Nun, das ist keine große Überraschung, wenn man daran denkt, wie viel man am Arbeitsplatz interagieren muss, vor allem wärhend der nie endenden Meetings und der unerwarteten, aber konstanten Unterbrechungen von Kollegen. Man könnte sich fast wundern, wie man dabei die Sachen trotzdem fertig gekriegt hat!...Aber jetzt im Ernst, der idealer Job sollte Teil unseres Lebens sein, und die sozialen Interaktionen bei der Arbeit sollten genauso angenehm und sinnvoll sein, wie die zu Hause und mit den Kindern.P.S. Da wir hier über die Franzosen reden, unter “entspannen” verstehen sie Wein trinken, oder?

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